Was hilft bei chro­ni­schen Rücken­schmer­zen bes­ser?
Mani­pu­la­ti­on oder Mobi­li­sa­ti­on?

Bei­des sind Behand­lungs­tech­ni­ken aus der Manu­el­len The­ra­pie wie auch Chi­ro­prak­tik, wobei Mani­pu­la­ti­on von Lai­en oft auch als „Ein­ren­ken“ bezei­chet wird. Mani­pu­la­tio­nen dür­fen in Deutsch­land aller­dings nur von Ärz­ten oder Heil­prak­ti­kern ange­wen­det wer­den. Gene­rell gilt, dass für die Aus­bil­dung zum Manu­althe­ra­peu­ten sehr viel Auf­wand und Kos­ten ver­bun­den sind und die­se, zumin­dest in Deutsch­land, wenn sie ver­ord­net wur­den, von den Kas­sen höher ver­gü­tet wer­den als nor­ma­le akti­ve Phy­sio­the­ra­pie. Bei­des sind gene­rell pas­si­ve Tech­ni­ken, bei denen der The­ra­peut behan­delt und der Pati­ent die­se weit­ge­hend pas­siv über sich erge­hen lässt.

Die ent­schei­den­de Fra­ge ist nun, wie­viel sol­che Behand­lungs­tech­ni­ken zur Bes­se­rung, bei­spiels­wei­se bei chro­ni­schem Rücken­schmerz bei­tra­gen?
Hier­für gibt es die Evi­denz­for­schung die ver­sucht soweit als mög­lich objek­ti­ve Ergeb­nis­se zu Tage zu för­dern. Und tat­säch­lich sind die­se Erkennt­nis­se auf vie­len Fel­dern der Phy­sio­the­ra­pie über­ra­schend.

In dem hier ver­link­ten Pod­cast wird eine aktu­el­le Stu­die vor­ge­stellt, bei der mit viel Auf­wand die Wir­kung von Mani­pu­la­tio­nen und Mobi­li­sa­tio­nen bei chro­ni­schen Rücken­schmerz­pa­ti­en­ten her­aus­ge­fun­den wer­den sol­len. Dies kann nur  gelin­gen wenn man Ver­gleichs­grup­pen hat.
Das Pro­blem ist, wenn man Beschwer­den hat und wen­det irgend­ei­ne belie­bi­ge The­ra­pie an und danach wird es bes­ser, ist nie klar ob es nur zufäl­lig zeit­nah zur Anwen­dung bes­ser wur­de, die Anwen­dung tat­säch­lich half oder viel­leicht ganz ande­re Effek­te zur Bes­se­rung bei­tru­gen. Für ein aus­sa­ge­kräf­ti­ges Ergeb­nis benö­tigt man des­halb hin­rei­chend gro­ße, weit­ge­hend ähn­li­che Pati­en­ten­grup­pen an denen ver­schie­de­ne The­ra­pien unter weit­ge­hend glei­chen Bedin­gun­gen ange­wen­det wer­den. Soweit als mög­lich sol­len weder die Behand­ler noch die Pati­en­ten wis­sen, was nun bei ihnen kon­kret ange­wen­det wur­de. Vor allem dür­fen die For­scher, die die Behand­lungs­er­geb­nis­se aus­wer­ten nicht wis­sen, wel­cher Pati­ent  wel­che Anwen­dung bekom­men hat­te.
Ein span­nen­der und gut anzu­hö­ren­der Bei­trag der sich lohnt und ein über­ra­schen­des Erge­bis bie­tet, ver­spro­chen.
Mir selbst war der Aus­gang zwar schon zuvor bekannt, immer­hin gibt es vie­le Stu­di­en mit ähn­li­chem Ergeb­nis, aber die­se Deut­lich­keit fand ich dann doch beein­dru­ckend. 😀

Quel­le, Eng­lisch: https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2769031

 

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